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Gottesdienstordnungen:

Pfarrkirche St. Thomas – Adlkofen                             

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Pfarrseite,

im gesellschaftlichen Leben erweisen sich Vernetzungen als sehr hilfreich. Selbst wenn man durch die Einschränkungen der Corona Krise längere Zeit auf die eigene Wohnung eingeengt ist, lassen sich wichtige Verbindungen zu anderen mit den Möglichkeiten der Kommunikationstechnologie herstellen. Nicht nur Kinder und Jugendliche freuen sich, wenn sie sich nach Wochen der Abstinenz wieder in Gemeinschaften treffen können. Von einem lebenswichtigen Verbundensein spricht auch das Evangelium dieses Sonntags: „Bleibt in mir und ich bleibe in euch!“ (Joh 15,4) Mit dieser Einladung erklärt Jesus sein Bildwort vom Weinstock und den Reben.

Die Einheit mit ihm ermöglicht erst das wahre Leben. Jede einzelne Rebe wird vom himmlischen Winzer liebevoll gepflegt. Zugleich wird sie durchströmt von der Kraft des Weinstocks. Die Fruchtbarkeit der Reben erwächst nicht aus eigener Energie, sondern aus der unerschöpflichen Kraftquelle des Weinstocks. In der Gemeinschaft mit Christus bilden wir als Kirche die lebendigen Zweige. Jesus spricht nicht von Erfolg im Sinn von zählbaren Statistiken, sondern vom Fruchtbringen in den Augen Gottes. Indem wir mit Christus verbunden bleiben, erwächst uns erfülltes Leben, das seinen Sinn und sein Ziel kennt. Die Möglichkeiten, die mir die verschiedenen Phasen meines Lebens bieten, kann ich mit göttlicher Unterstützung entfalten. Jesus hilft uns – seinen Reben – beim Wachsen, hilft uns, uns zu entwickeln mit unseren Talenten und Gaben, mit Schwächen und Stärken uns einzubringen in unsere Welt. Das Bleiben, das miteinander Verbundensein, stärkt jede und jeden einzelnen in den eigenen Lebensbezügen, weil wir uns als Teil eines Ganzen verstehen können.

Jesu Wort ist aber keine süßliche Idylle. Das Reifen und Bleiben in der Gemeinschaft mit ihm können einen Reinigungsprozess auslösen. Trauben brauchen Sonnenschein, Wind, Regen, einen guten Ackerboden und viel Zeit. Das alles gehört zum Reifen einer Beere. Bei uns Menschen ist es nicht anders, wenn es darum geht, unser Leben nach Gottes Willen zu gestalten. Ferner ist viel Geduld mit uns selbst notwendig, weil wir in diese Verantwortung erst hineinwachsen müssen. Es braucht Geduld mit den andern, denn Trauben werden nicht alle gleichzeitig reif. Jesus beseitigt unsere Probleme im familiären, beruflichen und ehrenamtlichen Bereich nicht, hilft uns aber, sie in Respekt vor einander zu lösen. Weil wir von Gott gehalten und geliebt sind, kann er uns auch zumuten, dieses oder jenes Verhalten zu ändern.
Die gereifte Traube – auch ein Bild dafür, dass die lebendige Gemeinschaft mit Gott unserem Leben Geschmack verleiht!

Es grüßt Sie herzlich

Johann Schober, Pfarrer